Sonntag, 14. August 2011

Gedanken am Sonntagabend

Seit zwei Wochen mache ich ein Praktikum. Bei einer kleinen, netten Lokalredaktion.Von Anfang an durfte ich so richtig arbeiten. Sprich: Telefoninterviews, Meldungen und Berichte schreiben und Außentermine wahr nehmen
Ich muss sagen, es gefällt mir. Sehr sogar. An guten Tagen sage ich: "Ich will da arbeiten und nicht mehr zurück nach Ansbach."
Ja, so viel Spaß macht das mir. Das hätte ich zu Anfangs nicht erwartet. Ich vermutete doch, in einer Lokalredaktion wäre es total langweilig. Ist es aber wirklich nicht. Klar, da passiert nichts weltbewegendes, aber man ist immer bestens informiert was in dem kleinen Kaff hier so abgeht.

Das Praktikum hat mir wieder einmal verdeutlicht wie gerne ich schreibe. Ich liebe einfach diesen Prozess, etwas zu recherchieren und dann in einen verständlichen Text zu verwandeln.
Und ich bekomme Feedback. Das gar nicht mal so schlecht ist. Das bestärkt mich. Ich will das. Ich will wirklich unbedingt "Journalistin" oder zumindest so etwas ähnliches werden.

Aber (natürlich) kommen mir Zweifel. (Ganz klar, das Talent. Aber das ist eine andere Geschichte). Ist mein Studiengang überhaupt der richtige für mich? Im kommenden Semester, dem dritten, müssen/dürfen wir nichts schreiben. Das kotzt mich schon etwas an.
Dafür stehen zwei Filme auf dem Plan. Doch doch, schneiden macht schon Spaß. Bitte nicht falsch verstehen, aber es ist nicht so mein Ding... Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass wir auf die "TV-Schiene" hin gedrängt werden. Und darauf hab ich halt so gar keinen Bock drauf.
Klar, beim Fernsehen verdient man besser als in den Print-Medien (Ganz zu schweigen von dem Gehalt, das mich erwarten würde, wenn ich die PR-Richtung einschlagen würde). Aber noch bin ich jung und naiv genug meinen "Idealen" treu zu bleiben und auf die Moneten zu verzichten.
Machmal denke ich mir schon, dass ich was anderes studieren hätte sollen. So Kommunikationswissenschaftenzeug an der Uni oder so. Aber zu hätten ich mich durch die 13. Klasse bis zum Allgemein Abitur quälen müssen. Und darauf hatte ich so was von keine Lust.

Naja, vielleich schaut die Welt schon wieder ganz anders aus, wenn es im vierten Semester in den Schwerpunkt geht. Auch so ein Thema: Ich will mich auf Kultur spezialisieren. Dazu gibt es eigentlich nur negative Stimmen. Damit findet man keinen Job, zu leicht, man geht nur ins Theater...
Kultur liegt mir halt. Sind meine Hobbys. Und ich will mich nicht durch irgendeine Scheiße quälen. Das habe ich jahrelang in der Schule gemacht. Das hat gereicht.

Den perfekten Studiengang gibt es wohl nicht. Ich versuch das beste draus zu machen und ein paar Praktikam im Lebenslauf sind hoffentlich hilfreich.
BTW, überlege ich mich für die nächsten Semesterferien in Berlin für ein Praktikumsplatz zu bewerben...





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